Die Gefäßchirurgie ist Teil des Gefäßzentrums Bremen-Nord, in dem die
Gefäßchirurgie, die Angiologie und die Radiologie kooperieren. Eine
Zertifizierung durch die
Deutsche
Gesellschaft für Gefäßchirurgie wurde 2003 abgeschlossen. Das
Gefäßzentrum arbeitet mit verschiedenen Fachleuten (Nephrologinnen
und Nephrologen, Neurologinnen und Neurologen etc.) intensiv
zusammen.
Arterielle Rekonstruktionen der Halsschlagadern und die Behandlung
von Wandaussackungen der Bauch-Aorta stehen im Mittelpunkt. Im
Einzelfall bieten wir den Einsatz von Aortenstents an. Diese
Behandlungsoption haben wir 1998 eingeführt. Im Jahre 1994 wurde
die erste thorakoabdominelle Operation mit diesem Verfahren
durchgeführt. Arterielle Verschlusserkrankungen behandeln wir durch
Erweiterungsplastiken, Stentimplantationen und Bypassoperationen,
das Krampfaderleiden durch die stadiengerechte Chirurgie.
Venenthrombosen begegnen wir häufig durch Lyse,
selten chirurgisch. Die Chirurgie des
Diabetischen Fußes ist einer unserer Schwerpunkte.
Gallensteinleiden, Tumore der Bauchspeicheldrüse und Tumore des Magen-Darm-Traktes nehmen einen großen Raum in unserem Operationsspektrum ein. Zur Diagnostik setzen wir Ultraschall, die funktionelle Druckmessung an den Schließmuskeln und die Bauchspiegelung ein. Ein Computertomograph ist im Haus. Wo immer möglich, führen wir chirurgische Eingriffe "minimal invasiv" ohne konventionellen Schnitt durch. Dies betrifft Leistenbrüche, Gallenblasen- und Blinddarmentfernungen, die Abtragung von Meckelschen Divertikeln, Dickdarmresektionen und den Mastdarmvorfall. Die Einrichtung eines Schwerpunktes "Visceralmedizin" wird zusammen mit der Klinik für Innere Medizin (Gastroenterologie) vorbereitet.
Diesen seltenen Erkrankungen gilt unsere besondere Aufmerksamkeit. Bösartige Tumore behandeln wir häufig interdisziplinär in Verbindung mit einer Strahlentherapie.
Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenschilddrüse und anderer hormonproduzierender Organe werden behandelt. Eingriffe an den Nebennieren führen wir auch "minimal invasiv" durch, um ein großes Operationstrauma zu vermeiden.