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Psychologische Behandlung

Colette Mergeay
Diplom-Psychologin
Telefon: (0421) 6606-1580
E-Mail: Colette.Mergeay@Klinikum-Bremen-Nord.de


 

 

 

 

 


 

Lebensbegleitung bei Geburt, Krankheit und Tod
Fünf Psychologinnen und Psychologen sind im Psychologischen Dienst des Hauses tätig. Colette Mergeay, Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin, ist für die Frauenklinik zuständig. Bereits seit zehn Jahren arbeitet sie im Klinikum Bremen-Nord und begleitet Menschen in Zeiten existenzieller Übergänge, zu Beginn und am Ende des Lebens. Zudem gestaltet und unterstützt die vierfache Mutter Projekte wie "Stillförderung" und "Lebensbegleitung im Sterben".

Colette Mergeay bezieht sowohl Patientinnen als auch Angehörige und Personal in ihre Tätigkeit als Psychologin ein. Innerhalb des Klinikums können die Patientinnen über die Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie die Pflegenden Kontakt zu der Psychologin aufnehmen, die jederzeit über eine Personenrufanlage erreichbar ist. Zudem liegen Informationsblätter mit Colette Mergeays Telefonnummer aus.

Vor dem Krankenhausaufenthalt stellen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, mit denen eine intensive Zusammenarbeit besteht, den Kontakt her. Frauen, bei denen es sich nicht um Patientinnen des Hauses handelt, können telefonisch einen Gesprächstermin mit Colette Mergeay vereinbaren oder eine entsprechende Mitteilung auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.

Die vertraulichen Gespräche, die die erfahrene Mitarbeiterin des Psychologischen Dienstes mit den Frauen führt, erfolgen ausschließlich in geschützten Räumen, zumeist in Colette Mergeays Büro. Ist eine Patientin bettlägerig, so findet ein ungestörter Austausch unter vier Augen direkt in ihrem Zimmer statt.

Psychologische Behandlung in der Geburtshilfe
In der Geburtshilfe zählt die psychologische Betreuung von Schwangeren und Wöchnerinnen zu den Schwerpunktbereichen von Colette Mergeay. Daraus ergibt sich häufig eine Schnittstelle zur Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, wo Frühgeborene sowie Neugeborene mit medizinischen Befunden aufgenommen und behandelt werden.

Werdende Mütter können bei Bedarf bereits vor dem Krankenhausaufenthalt über niedergelassene Hebammen, Gynäkologinnen und Gynäkologen Kontakt zu der Diplom-Psychologin aufnehmen. Denn Colette Mergeay führt nicht nur Gespräche mit Schwangeren, bei denen sich im Rahmen der Pränataldiagnostik ein medizinischer Befund ergeben hat; Frauen, die Angst vor der Geburt oder der Zeit danach haben, Probleme in der Partnerschaft befürchten oder negative Erfahrungen mit vorigen Entbindungen verarbeiten müssen, können sich ebenfalls prästationär an die kompetente Psychologin wenden.

"Ich begleite beispielsweise Schwangere, bei denen vorzeitig die Wehen einsetzen. Sie verspüren häufig große Ängste, die ggf. durch eine aktualisierte traumatische Situation oder ein Gefühl der Verlassenheit aus früherer Zeit verursacht wurden. In dieser Situation unterstütze ich die notwendige Fokussierung auf die Schwangerschaft; zudem erfolgt im Gespräch die psychologische Vorbereitung auf die Geburt und die Zeit danach, damit der Übergang zur Mutterschaft realistisch, vertrauensvoll und glücklich gestaltet werden kann", erklärt die Psychotherapeutin. Postnatal stehen bei den Wöchnerinnen dann die Förderung der Mutter-Kind-Bindung sowie die Prävention von Depressionen im Mittelpunkt von Colette Mergeays Arbeit.

Psychologische Behandlung von onkologischen Patientinnen
Onkologische Patientinnen werden sowohl von pflegerischer als auch von ärztlicher Seite auf das Angebot der psychologischen Unterstützung hingewiesen. Auf Wunsch der Patientin stellen die Mitarbeitenden des Hauses den Kontakt zu Colette Mergeay her.

Den Betroffenen wird – wenn möglich direkt ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung – bei der psychischen Verarbeitung des beängstigenden Befundes Karzinom geholfen. Colette Mergeay unterstützt die erkrankten Frauen bei der Integration dieser Diagnose in den Alltag: "Ziel dabei ist das Leben mit dem Krebs", erläutert die Diplom-Psychologin, die gemeinsam mit den stationären Patientinnen der Frauenklinik all die Sorgen, Ängste und Probleme erörtert, deren Äußerung besonders schwerfällt. Während ihres Klinikaufenthaltes werden die an einem Karzinom leidenden Frauen von Colette Mergeay beim Überdenken von Prioritäten in der Lebensführung sowie der ggf. damit einhergehenden Intensivierung bestimmter Daseinsbereiche begleitet. Ambulante onkologische Patientinnen können auf die Möglichkeit zurückgreifen, während der poststationären Behandlung in der Onkologischen Tagesklinik Gesprächstermine mit Colette Mergeay wahrzunehmen.

Psychologische Behandlung von gynäkologischen Patientinnen
Bei Patientinnen mit gynäkologischen Erkrankungen erhebt Colette Mergeay bei Bedarf eigenanamnestische Angaben und führt umfangreiche psychotherapeutische Diagnostiken mit entspechenden Interventionen durch. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine Patientin unter diffusen Unterleibsschmerzen mit psychischer Ursache leidet.

Lebensbegleitung im Sterben
Auch die professionelle Begleitung von Sterbenden und Angehörigen fällt in den Aufgabenbereich von Colette Mergeay, auf deren Initiative hin die klinikinterne Leitlinie "Lebensbegleitung im Sterben – Leitlinien zum Umgang mit schwer kranken und sterbenden Patientinnen und Patienten als Orientierungshilfe" erarbeitet wurde. Die Diplom-Psychologin führt sowohl Gespräche mit sterbenden Patientinnen als auch mit deren Angehörigen und hilft ihnen dabei, die Situation zu bewältigen.

Regelmäßige interdisziplinäre Fallbesprechungen
In der Frauenklinik findet wöchentlich jeweils eine interdisziplinäre Team-Sitzung in den Bereichen Geburtshilfe, Mamma-Onkologie und Gynäkologie statt, an der Mitglieder sämtlicher Berufsgruppen teilnehmen, die in die Betreuung von Schwangeren und Wöchnerinnen, gynäkologischen und onkologischen Patientinnen involviert sind. Bei den Sitzungsteilnehmerinnen und -teilnehmern handelt es sich neben der Psychologin um Pflegepersonal, behandelnde Ärztinnen und Ärzte, eine Mitarbeiterin des Sozialdienstes sowie ggf. eine Kunsttherapeutin. "Während der wöchentlichen Fallbesprechung werden die Frauen in ganzheitlicher Betrachtungsweise von allen Beteiligten wahrgenommen. Aus einer sich ergänzenden, berufsgruppenübergreifenden Perspektive heraus sollen auf die einzelnen Patientinnen abgestimmte Rahmenbedingungen entwickelt werden – ebenso wie die optimale Vorbereitung der Entlassung", erläutert Colette Mergeay die Zielgebung der interdisziplinären Zusammenkünfte. Die den persönlichen Bedürfnissen angepasste Betreuung gestaltet den Patientinnen den Klinikaufenthalt auf professionelle Weise angenehmer.