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Anne Kahle-Greffrath |
Unterstützung und Beratung von Frauen
Der
Sozialdienst
des Klinikums Bremen-Nord – bestehend aus fünf Mitarbeitenden im
somatischen Bereich – wird von der Diplom-Sozialarbeiterin und
Pädagogin Anne Kahle-Greffrath geleitet. Außer der Klinik für
Kinder- und Jugendmedizin fällt auch die Frauenklinik in ihren
Zuständigkeitsbereich. Dabei zählen neben der Beratung und
Begleitung der Patientinnen die Einleitung von Maßnahmen der
Entlassungsorganisation (Rehabilitation, Häusliche Krankenpflege
u.v.a.m.) und die Abwicklung von Formalitäten sowie
Antragstellungen zu ihren Hauptaufgaben.
Die Patientinnen der Frauenklinik erhalten bereits bei der Aufnahme das Informationsfaltblatt mit den Kontaktdaten des klinikinternen Sozialdienstes. So haben sie bei Bedarf die Möglichkeit, auf Eigeninitiative telefonisch einen Gesprächstermin mit Anne Kahle-Greffrath zu vereinbaren. Auch über niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, das ärztliche Personal und die Pflegenden der Frauenklinik kann die Kontaktaufnahme mit der Diplom-Sozialarbeiterin erfolgen; innerhalb des Hauses ist sie jederzeit über eine Personenrufanlage erreichbar. Die Gespräche finden telefonisch oder persönlich im Büro von Anne Kahle-Greffrath statt. Sie macht auch Zimmerbesuche; in diesen Fällen sind ausschließlich die Mitarbeiterin des Sozialdienstes und ihre Gesprächspartnerin zugegen.
Psychosoziale Begleitung von Schwangeren und
Wöchnerinnen
Es besteht eine enge Zusammenarbeit
zwischen Anne Kahle-Greffrath, dem Kreißsaal und der Wochenstation,
einhergehend mit einem regelmäßigen Austausch mit beiden Teams. Für
Schwangere und Wöchnerinnen stellt die Leiterin des Sozialdienstes
auf Wunsch den Kontakt zu Familien- und Nachsorgehebammen her. Sie
vermittelt im Bedarfsfall eine Haushaltshilfe, die während des
Krankenhausaufenthaltes der Mutter weitere Kinder betreut, und
stellt bei Frühgeburten den Kontakt zu den Frühen Hilfen her.
Patientinnen in besonderen Lebenslagen – wie zum Beispiel Frauen in schwieriger finanzieller Situation, ledige oder sehr junge Mütter und Frauen, die sich in einer Trennungssituation befinden – informiert Anne Kahle-Greffrath umfassend über Mutter-Kind-Einrichtungen sowie sozial- und arbeitsrechtliche Ansprüche bezüglich des Mutterschutzes und der Elternzeit, der Vaterschaftsanerkennung und des Sorgerechts. Patientinnen, die Fragen zu Mutterschafts-, Erziehungs- und Kindergeld haben oder Näheres über Mutter-Kind-Stiftungen erfahren möchten, können sich ebenfalls an die Diplom-Sozialarbeiterin wenden.
Psychosoziale Begleitung von krebskranken
Frauen
Krebskranke Frauen werden von der
Diplom-Sozialarbeiterin intensiv begleitet; durch ihre
kontinuierliche Unterstützung erleichtert sie ihnen die Akzeptanz
der sich verändernden Lebensführung bzw. die Gestaltung einer neuen
Alltagsplanung. Anne Kahle-Greffrath berät die onkologischen
Patientinnen während der Therapie, versorgt sie mit
Informationsmaterial zur Erkrankung und kümmert sich um die
Formalitäten, wenn eine Rehabilitationsmaßnahme eingeleitet oder
ein Schwerbehindertenausweis beantragt werden soll. Über die
Pädagogin, die seit langem mit der Bremer Krebsgesellschaft
kooperiert, erfahren die Patientinnen zudem, welche
Selbsthilfegruppen es gibt. Darüber hinaus bietet die Leiterin des
Sozialdienstes Beratungen zur Pflegeversicherung, zu ambulanten
Pflege- und Hospizdiensten und stationären Pflegeeinrichtungen
(auch zum stationären Hospiz) an.
Psychosoziale Begleitung von Frauen mit gynäkologischen
Erkrankungen
Anne Kahle-Greffrath berät und begleitet
Patientinnen nicht nur in den Bereichen Geburtshilfe und Onkologie.
Auch Frauen mit gynäkologischen Erkrankungen wenden sich –
beispielsweise in Fragen der ambulanten Versorgung von
Familienmitgliedern – an die Leiterin des Sozialdienstes. "Einmal
bat mich eine ältere Dame, der die Gebärmutter entfernt werden
sollte, kurz vor dem Eingriff um Hilfe. Die Versorgung des
pflegebedürftigen Ehemannes während ihres Krankenhausaufenthaltes
war nicht sichergestellt, sodass wir gemeinsam eine
Lösungsmöglichkeit erarbeiteten" berichtet die
Diplom-Sozialarbeiterin. In einem anderen Fall erörterte sie mit
einem Familienvater die Möglichkeit, sich während des
Klinikaufenthaltes seiner Frau beurlauben zu lassen, um die Kinder
zu versorgen.
Regelmäßige interdisziplinäre
Fallbesprechungen
In der Frauenklinik findet
wöchentlich jeweils eine interdisziplinäre Team-Sitzung in den
Bereichen Geburtshilfe, Mamma-Onkologie und Gynäkologie statt, an
der Mitglieder sämtlicher Berufsgruppen teilnehmen, die in die
Betreuung von Schwangeren und Wöchnerinnen, gynäkologischen und
onkologischen Patientinnen involviert sind. Anne Kahle-Greffrath
ist bei diesen Zusammenkünften regelmäßig zugegen – genau wie eine
Mitarbeiterin des Psychologischen Dienstes, Pflegepersonal,
ärztliches Personal und ggf. eine Kunsttherapeutin. "Der
regelmäßige Austausch über die aktuelle gesundheitliche Situation
der Patientinnen zwischen den einzelnen Berufsgruppenmitgliedern
ist sehr wichtig; es werden Zusammenhänge deutlich, die die weitere
Beratungsarbeit oftmals erleichtern", erklärt Anne
Kahle-Greffrath.