Logo Klinikum Bremen-Nord
 

PatientInneninfos

 

Sprechstunden

Für Fragestellungen bei Gefäßerkrankungen ist in Kooperation mit der Abteilung für Angiologie und Diabetologie sowie der Abteilung für Radiologie unser Gefäßzentrum zuständig mit:

Klinikdirektor Prof. Dr. Heiner Wenk
Tel. 0421/6606-1401 und -1402
E-Mail: Heiner.Wenk@Klinikum-Bremen-Nord.de

Oberärztin Gabriele Steinbach
Tel. 0421/6606-1491
E-Mail: Gabriele.Steinbach@Klinikum-Bremen-Nord.de

Oberarzt Dr. Wolfgang Nobel
Diagnostikzentrum
Tel. 0421/6606-1364
E-Mail: Wolfgang.Nobel@Klinikum-Bremen-Nord.de

 

Vernetzung

Die Gefäßmedizin ist ein integraler Bestandteil einer ganzheitlichen Versorgung, für die wir im Stadtteil und auch darüber hinaus qualifizierte Kooperationspartner gefunden haben: Für die Rehabilitation arbeiten wir mit der am Klinikum Bremen-Nord angesiedelten Medizinischen Klinik für Geriatrie und Rehabilitation zusammen.

Bei Nierenerkrankungen und zur Behandlung von Dialysepatientinnen und -patienten hat sich eine intensive Kooperation mit der Dialysepraxis Dr. Wolf Rieh und Dr. Lars Tegtmeier entwickelt. Unser regelmäßiges Symposium "Dialyse im Dialog" ist Ausdruck dieser guten Zusammenarbeit und findet überregionale Beachtung.

Die Kliniken für Anästhesiologie und Gastroenterologie sowie die Visceralchirurgie sind Kooperationspartner. Wöchentlich treffen wir uns zu einem interdisziplinären Gefäßkolloquium, an dem auch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen teilnehmen.


Information für einweisende Ärztinnen und Ärzte

Alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie die Kolleginnen und Kollegen aus den benachbarten Krankenhäusern werden regelmäßig zu chirurgischen Weiterbildungsveranstaltungen eingeladen. Die Termine und die Anerkennung als Weiterbildung im Praktischen Jahr bzw. für das Fortbildungszertifikat sind dem Fortbildungskalender der Ärztekammer Bremen zu entnehmen und werden im Bremer Ärztejournal veröffentlicht.

Für organisatorische und fachliche Vorschläge zur weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit, vor allem mit unseren niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und den Hausärztinnen bzw. Hausärzten unserer Patientinnen und Patienten, sind der Chefarzt und die Oberärzte jederzeit auch telefonisch gesprächsbereit.

Nützliche Links

Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie:
http://www.gefaesschirurgie.de/

Public Medline:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/

Medizinische Literaturdatenbanken:
http:www.medline.de

Deutsche Gesellschaft für Angiologie:
http://www.dgangiol.de/

AWMF-Leitlinien der Chirurgie:
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/ll_chall.htm

 

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Welche Aussicht auf vollkommene Genesung besteht nach einem Schlaganfall?
Der Schlaganfall ist ein Ereignis, das die Patientin bzw. den Patienten in ihrer/seiner Lebensführung massiv beeinträchtigen kann. In den westlichen Industrieländern ist der Schlaganfall die häufigste Ursache für dauerhafte Behinderungen. Arteriosklerotische Veränderungen der Halsschlagadern sind für etwa 25 % der ischämischen Schlaganfälle verantwortlich. Dies macht deutlich, welchen Stellenwert die Erkennung und die Behandlung von Einengungen der Halsschlagadern für die ältere Patientin bzw. den älteren Patienten hat.

Seit mehr als zehn Jahren ist die Effektivität der Operation zur Behandlung symptomatischer Stenosen der Halsschlagadern bewiesen. Patientinnen und Patienten mit asymptomatischen Stenosen profitieren von der prophylaktischen Operation durch eine Risikoreduktion von 6 %.


Welche Behandlungsmethode wird in den meisten Fällen bei Krampfadern angewandt?
Die Behandlung des Krampfaderleidens ist abhängig vom Stadium der Erkrankung. Als Gefäßchirurginnen und -chirurgen sind wir bestrebt, intakte Venen zu belassen, da Venen bekanntermaßen das beste Bypassmaterial für den arteriellen Gefäßersatz darstellen.

Stadienabhängig führen wir entweder die Vena-saphena-Exhairese durch; diese meint das Herausnehmen der zur Krampfader degenerierten Vene. Seitenäste werden durch eine sogenannte Miniphlebektomie kosmetisch günstig entfernt.

Als neues Therapieverfahren haben wir im Jahre 2005 die sogenannte Radiofrequenzablation in die Behandlung eingeführt. Hierbei wird die zur Krampfader degenerierte Vene unter Ultraschallkontrolle mit Radiofrequenzenergie verschweißt und verbleibt im Körper. Diese Methode ist besonders schonend, aber nicht für alle Krampfaderpatientinnen und -patienten geeignet.


Wie macht sich eine arterielle Verschlusserkrankung bemerkbar?
Eine arterielle Verschlusserkrankung tritt vornehmlich und meist zuerst an den Oberschenkelarterien auf. Abhängig von Begleiterkrankungen, zum Beispiel der Zuckerkrankheit, sind aber auch andere Lokalisationen wie die Kniekehlenarterie oder Unterschenkelarterien betroffen.

Typischerweise macht sich die arterielle Verschlusskrankheit dadurch bemerkbar, dass nach einer bestimmten Gehstrecke Wadenschmerzen auftreten. Diese verschwinden typischerweise, wenn die bzw. der Betroffene stehen bleibt und ihrer/seiner Muskulatur eine Erholungspause gönnt.

Es ist aber auch möglich, dass ohne eindrucksvolle Schmerzsymptomatik direkt Durchblutungsstörungen an den Körperpartien auftreten, die am weitesten vom Herzen entfernt sind und sich die arterielle Verschlusserkrankung durch Gewebsuntergänge bemerkbar macht. In diesen Fällen ist die baldige gefäßchirurgische Intervention besonders dringend.

An Therapieverfahren stehen uns die Aufdehnung des Gefäßes durch einen Ballon, eine Stentimplantation, eine Ausschälplastik und die Bypassverfahren zur Verfügung.


Auf welche Weise kann Aneurysmen vorgebeugt werden?
Aneurysmen sind degenerative Erkrankungen von Arterien, die zu Aussackungen des Gefäßes führen. Dieses ist entweder durch die Gefäßalterung bedingt oder durch andere Erkrankungen wie zum Beispiel Infekte. In den allermeisten Fällen kommt es durch den Verlust von elastischen Fasern im Rahmen des Alterungsprozesses zu Aussackungen von Gefäßen. Dem kann vorgebeugt werden, indem der Blutdruck der bzw. des Betroffenen optimal eingestellt wird. Ansonsten muss ein degenerativer Gefäßprozess mit Aussackung des Gefäßes genau beobachtet werden, und ab einer bestimmten Größe wird das Aneurysma operativ ausgeschaltet, um dem Platzen des Aneurysmas, der Ruptur, vorzubeugen. Dies kann endovaskulär durch Implantation einer Stent-Prothese oder durch die offene Operation geschehen.


Welches sind die Ursachen für die Entstehung von Thrombosen und wie werden sie behandelt?
Thrombosen treten in den Venen häufiger als in den Arterien auf. Zumeist ist ein gestörter Blutfluss die Ursache, es kann aber auch die Änderung der Blutzusammensetzung zu einer Thrombose führen. Auf dem venösen Sektor werden Thrombosen heute zumeist ohne Operation behandelt. Moderne Medikamente dazu stehen zur Verfügung.

Auf dem arteriellen Sektor muss das zur Thrombose führende Gerinnsel entweder operativ entfernt oder aufgelöst werden.


Weitere Fragen?
Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne per E-Mail an Prof. Dr. Heiner Hans Wenk, Dr. Aldrich Kalähne oder Dr. Wolfgang Nobel.

 

 

Qualitätssicherung

Externe Qualitätssicherung: "Bauchaortenaneurysma"

Neben der Optimierung der Diagnostik und der Operationsverfahren streben wir eine Verbesserung der Prozessabläufe im Gefäßzentrum und in der gesamten Klinik an. So haben wir beispielsweise an einem Modellprojekt "Qualitätsverbesserung durch die Einführung von Audits" teilgenommen und sind dabei, die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen. Darüber hinaus wenden wir das Leitbild des Krankenhauses auf das Gefäßzentrum an und bemühen uns, es mit Leben zu füllen.

Das Gefäßzentrum beteiligt sich neben den Qualitätssicherungsprojekten der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung gGmbH BQS (Carotis-Chirurgie, Schrittmacherimplantationen, Angioplastie) auch an dem Projekt "Bauchaortenaneurysma" der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie.

Dr. Heiko Kausch hat die Koordinierung der Nachsorgeuntersuchungen der endovasculär versorgten Patientinnen und Patienten übernommen.

Matthias Trede und Dr. Wilfried Pieper organisieren die Erstellung von "Clinical Pathways" (Klinischen Behandlungspfaden), die nach Konsentierung ins Intranet gestellt werden.

Qualität sichert die Patientenzufriedenheit.